"Rekorde"
Das längste
Korallenriff
Das 2012 Kilometer lange Great Barrier Reef an der australischen Nordostküste,
geadelt als "World Heritage Area", somit als Naturdenkmal geschützt,
ist ein riesiges Bauwerk der Natur
und
neben Ayers Rock und Sydneys Opera House die Hauptattraktion Australiens. In Millionen von Jahren entstand es aus den
Skeletten winziger Korallenpolypen und Hydrokorallen. Das Riff ist die Heimat
zahlreicher Meerestiere, aber das Ökosystem ist bedroht - vor allem von der
Korallenbleiche. Durch den Temperaturanstieg des Wassers verlieren die
Korallen ihre symbiotischen Algen, bleichen aus und sterben ab.
Das riesige Korallenriff existiert und wächst seit rund 18 Mio.
Jahren, der größte Teil des heute lebenden Riffs wird auf ein Alter von
15 000 Jahren geschätzt. Winzige Polypentiere bauen sich ihre fein
gegliederten Kalkgehäuse, die insgesamt den schwersten pazifischen Brechern
standhalten. Rund 400 Korallenarten bilden in dem klaren und warmen Wasser
Bänke aller Farben und Formen, von Korallen, die sich flexibel in der Dünung
wiegen, bis zu harten, ziselierten Gebilden, die wie kunstvolle Fächer im Wasser
stehen. Der "größte lebende Organismus der Welt" bietet Milliarden
von Fischen eine Heimat, von farbenprächtigen kleineren Arten bis zu großen,
dahinsegelnden Rochen oder gelassen patrouillierenden Haien. Taucher und
Schnorchler reisen aus aller Welt an, um diese eindrucksvolle
Unterwasserlandschaft zu erkunden. Zu viele Touristen, Umweltverschmutzungen
und Erwägungen, in dem Gebiet nach Öl zu bohren, bedrohen das Riff aber ebenso
wie die Natur selber: Dornenkronen, eine Seesternart, saugen die Korallen aus
ihren Gehäusen und lassen große Teile des Riffs absterben.
Auf und hinter diesem Riff haben sich mehr als 600 Inseln
gebildet, teils aus Korallenbänken, die durch Erdbewegungen über den
Meeresspiegel gedrückt wurden und Sand oder Muttererde angesammelt haben, teils
aus abgesunkenen Bergen, deren Spitzen noch aus dem Meer ragen. Fast alle
Inseln sind natürliche Refugien zahlloser Seevogelarten. Auf den aus Bergen
gebildeten und oft urwaldartig bewachsenen Inseln sind auch viele Landvögel und
einige in Farbenreichtum schillernde Schmetterlingsarten heimisch geworden. Auf
20 Inseln gibt es Hotels, die meisten gehören zur gehobenen oder luxuriösen
Kategorie, alle Ferienanlagen bieten Wassersportaktivitäten wie Tauchen,
Schnorcheln und Segeln, üblich sind auch Rundflüge und Schiffstouren zum eigentlichen
Great Barrier Reef, das meist eine Tagestour entfernt ist. Das Riff beginnt im
Norden vor Papua-Neuguinea und endet im Süden oberhalb der Rum-Metropole
Bundaberg. Am Cape York verläuft es nahe beim Festland, in Höhe von Rockhampton
rund 350 km vor dem Kontinent.
siehe
auch: http://www.schaetze-der-welt.de/denkmal