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Heilkräuter

 

Die Ringelblume

Ringelblume ist wohl die Heilpflanze, die am häufigsten in Gärten anzutreffen ist.
Sie ist eine alte Kultur- und Zierpflanze und wurde früher häufig in Bauerngärten gehalten, von wo sie auch verwilderte. Sie wird bis zu 70 cm hoch und ihre Blütenköpfe erreichen einen Durchmesser von 4 cm.
Den Namen Ringelblume erhielt die Pflanze ihrer geringelten Früchte wegen und wurde früher auch Ringelrose, Ringelken, Ringeln, Stinkblume und Goldblume genannt.
Mit botanischem Namen heißt sie Calendula officinalis.
Das Wort Calendula kommt vom lateinischen "calendae" und bedeutet "erster Tag des Monats", was wiederum damit zusammenhängt, daß eine Verwandte unserer Ringelblume viele Monate lang blüht. Der Artname officinalis weist auf ihre Verwendung als Heilpflanze hin.
Die Ringelblumenblüten können übrigens als pflanzliches Barometer genutzt werden. Sind sie morgens nach 7 Uhr geschlossen, bedeutet dies regnerisches Wetter, sind die Blüten zwischen 6 und 7 Uhr offen, verheißt dies einen schönen Tag.

Herkunft
Die Ringelblume hat ihre Heimat im Mittelmeergebiet, heute ist sie noch in Skandinavien und sogar im Pamirgebirge zu finden, wo sie ebenfalls als Gartenpflanze gehalten wird.
Bereits im Mittelalter wurde die Ringelblume (Calendula Officinalis) zu Heilzwecken in klösterlichen Kräutergärten angebaut. Die gesundheitsfördernde und hautverbessernde Wirkung ist erstmals im 11. Jahrhundert durch die Hl. Hildegard von Bingen schriftlich festgehalten.

Wirkung
Die Ringelblume ist eine sehr alte Heilpflanze.
Schon Theophrast und Dioscurides erwähnen eine Droge mit Namen "Klymenon", bei der es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um unsere Ringelblume handelt.
Verwendet werden die ganzen Blütenköpfe oder nur die Strahlenblüten ohne Kelche. Für ihre gelbe bis orangerote Farbe ist der hohe Gehalt an Carotinoiden verantwortlich, die mit dem Vitamin A verwandt sind. Carotinoide und Vitamin A sind fettlösliche Verbindungen, die durch Zusatz von Ölen am besten resorbiert werden. Sie sind für alle Funktionen des Organismus von größter Bedeutung, besonders aber für die Sehkraft und die Regenerationsfähigkeit der Haut.
Die positiven Eigenschaften der Ringelblume hinsichtlich Hautberuhigung, Hautglättung, Vitalisierung und Regeneration sind zahlreich beschrieben.

Volksheilkunde
Die
Ringelblume ist eine ausgezeichnete Heilpflanze bei Quetschungen, Geschwüren und Verbrennungen, bei schlecht heilenden Wunden sowie Flechten.
Innerlich wird sie im Prinzip nicht mehr verwendet, sie dient in Teemischungen nur noch als Beigabe, um sie farblich abzustimmen. Die Pflanze ist als Salbe, als Tinktur und als Droge erhältlich.
In der Volksheilkunde wurde sie auch gegen Gelbsucht, Drüsenkrankheiten und als schweißtreibendes Mittel verwendet.
Die gebräuchlichste und in ihrer Wirkung überzeugendste Zubereitung der Ringelblume ist die Salbe. Sie hat eine lange Tradition und wurde früher in jedem Bauernhaushalt selbst hergestellt. Nach dieser Tradition wird die Ringelblumensalbe mit Schweineschmalz hergestellt. Nur so können die Wirkstoffe der Ringelblume nachweislich am besten in die Haut eindringen.
Ringelblumensalbe ist ein vielseitiges Mittel bei Wunden, Hautproblemen, venösen Stauungen, Krampfadern sowie beim Wundliegen. Sie beschleunigt die Heilung, fördert die Granulation, hemmt Entzündungsprozesse und hat gegenüber Staphylokokken und Streptokokken bakterizide Eigenschaften. Außerdem regt die Salbe die Durchblutung an und macht die Haut widerstandsfähiger. Die Wirkung tritt erstaunlich rasch ein, Nebenwirkungen sind nicht bekan
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Kosmetische Anwendung:
Aufgrund der Fähigkeit der Ringelblume, die Haut zu pflegen und geschädigte Haut zu heilen, sind Ringelblumenblüten häufig Bestandteil in kosmetischen Salbe, Hautcremes und Gesichtswässern.

In Form einer reinen Pflanzenöl-Seife ist die Ringelblume in der Lage, den Säureschutzmantel und die Regenerationsfähigkeit der Haut schon innerhalb 20 Minuten wieder herzustellen.