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 Göritz-Geschichte

 

Görlitz



Görlitz, die Stadt der Türme und die östlichste Stadt Deutschlands, liegt auf dem 15. Meridian

Geschichte der Stadt Görlitz
und der via regia

Der Historiker Karlheinz Blaschke sagte einmal:"Am Anfang aller Stadtgeschichte war die Straße." Und das trifft auch auf Görlitz zu.

Die Stadt
Görlkz wurde im Jahre 1071 das erste Mal urkundlich erwähnt und erhielt 1305 das Stadtrecht.
Zum ältes
ten Befestigungsturm der Stadtmauer gehört der Nikolaiturm. Im Mittelalter war es üblich, dass der erste Turm der Stadtmauer dem heiligen Nikolaus als Schutzpatron diente.

Zur alten Stadtmauer gehörten vier Befestigungstürme:

                                               
    
der Reichenbacher Turm                            der Dicke Turm, auch                                        der Nikolaiturm 
                                                                                Frauenturm genannt
  
   

und auch der Neißeturm  unterhalb der Peterskirche.

Der Neißeturm  war noch ein alter Holzturm. Er wurde Mitte des 19. Jahrhunderts, genau 1835, abgebaut und nicht wieder neu errichtet. Deshalb haben wir heute nur noch 3 Türme, die zur alten Stadtmauer gehören.
Teile der Stadtmauer waren einmal der Zwinger, am Nikolaiturm beginnend bis hinter die Peterskirche, ein Stück Mauer im Anschluß an den Zwinger bis zum  Neißeufer und die Ochsenbastei. Die Stadtmauer zo
g sich dann von der Ochsenbastei über die Elisabethstraße zum Dicken Turm, von da zum Reichenbacher Turm und dann zum Nikolaiturm.
Innerhalb dieser Mauer spielte sich das Leben bis Mitte des vorigen Jahrhunderts ab. Das heuti
ge Stadtzentrum gehörte vor die Tore der Stadt oder war zum Teil sogar Dorf. Die Häuser innerhalb der ehemaligen Stadtmauer stammen nicht mehr aus der Gründungszeit der Stadt, sondern aus der Mitte des 16. Jahrhunderts.
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Vir haben in der Stadt nur noch ein Haus, das nachweislich aus der Gründungszeit stammt — das Waidhaus an der Peterskirche. Seinen Namen hat das Waidhaus von der hier gelagerten Waid, einem Farbstoff, der aus Pflanzen gewonnen wurde. Er war blau und diente zum Färben von Tuchen und Holz. Im Laufe seines Bestehens diente das Waidhaus vielen Zwecken, z.B. als Lagerhaus, als Kloster und auch als Schule.
Im 11.
/l 2. Jahrhundert sollen um den Nikolaiturm  überwiegend jüdische Kaufleure gewohnt haben, die hier ihren Geschäften nachgegangen sind, weil es in deutschen Städten so üblich war, immer in unmittelbarer Nähe von Marktplätzen gewohnt zu haben. Bis 1865 war der Untermarkt am Rathaus der Marktplatz der Stadt.
Görlitz hatte im Mittelalter seine Blütezeit, wo sie Handels- und Tuchmacherstadt war. Sie lebte vom Fernhandel und den Tuchmachern.
Die Stadt lag am Schnittpunkt zweier Handelsstraßen:
- einmal der „via
regia" oder Königsstraße, von Spanien kommend, durch Frankreich, Deutschland,
  Polen nach Kiew  gehend    - hier
mehr zur via regia
- zum anderen der Salz- und Bernsteinstraße, von Skandinavien kommend bis zum Balkan.

Typische Handelshäuser, oder auch Hallenhäuser genannt, schmücken heute unsere historische Altstadt. Sie wurden so gebaut, dass man mit Pferd und Wagen in die Häuser fahren konnte ohne abzuspannen und zu entladen, wenn man seine Waren verkaufen wollte.
Am  Abend nutzte man die Eingangshallen zum  Ausschenken von Bier, anderen Getränken und Speisen.

Genauere Auskunft zur Geschichte der Stadt gibt auch eine zeitliche Abfolge (nächste Seite).