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Festtage - Advent

      

Advent
(
lateinisch, "Ankunft"]                                                                                      

Der Advent ist die Vorbereitungszeit auf die Geburt von Jesus Christus,          
beginnend am  4. Sonntag vor Weihnachten (zugleich Beginn des Kirchenjahres).           
Als Beginn des Kirchenjahres wird der 1. Sonntag im Advent seit Mitte des 8. Jahrhunderts gefeiert.

Als weihnachtliche Vorbereitungszeit ist der Advent mit vielen Volksbräuchen durchsetzt, die oft vorchristlichen Ursprungs sind. Das erste sichere Zeugnis für die Begehung einer Adventszeit stammt von Bischof Pepetuus von Tours. Er forderte für die Zeit vom 11. November bis Weihnachten ein dreimaliges Fasten in der Woche.
In den Häusern, Räumen und Kirchen werden Adventskränze mit vier roten Kerzen aufgestellt. In der Zeit gibt es 4 Sonntage, also wird an jedem Sonntag eine Kerze mehr angezündet. Nach christlicher Vorstellung sollen sie ein Signal sein, dass auf die Ankunft Jesu hinweist.

Die vier Adventssonntage haben jeweils ihr Thema:
- Der 1. Adventsonntag thematisiert die erwartete Wiederkunft Christi am Letzten Tag.
- Am 2. und 3. Adventssonntag steht Johannes der Täufer im Mittelpunkt.
- Der 4. Adventsonntag ist in der katholischen Kirche Maria, der Mutter Gottes, gewidmet, in den   protestantischen Kirchen thematisiert er allgemeiner die nahende Freude der Geburt Christi.

Im 5. Jahrhundert wurde um Ravenna erstmals ansatzweise die Vorbereitung auf Christi Geburt gefeiert. In Rom hielt eine Adventsliturgie erst im 6. Jahrhundert Einzug, als von Papst Gregor dem Großen (+604) die Adventsliturgie in ihren Grundzügen festgelegt wurde. Er setzt erstmals die Zahl der vier Adventsonntage fest. Die vier Wochen sollen symbolisch auf die 4000 Jahre hinweisen, die die Menschheit nach kirchlicher Rechnung auf die Ankunft des Erlösers warten musste.

Die Adventszeit setzte sich nur langsam durch, obwohl im 13. Jahrhundert die römische Litugie durch
den Franziskanerorden sehr verbreitet wurde. Noch heute feiern z.B. die Mailänder eine sechswöchige Adventzeit. Durch die Übernahme gallischen Brauchtums war die Adventszeit zur Buß und Fastenzeit geworden. Papst Pius V. schrieb dann endgültig die römische Adventsliturgie für die gesamte Kirche nieder, Mailand ausgenommen.

Der Adventskranz ist ein junger Brauch, der vermutlich im „Rauhen Haus“ zu Hamburg im 19. Jahrhundert zum ersten mal ausgeübt wurde. Er hat besonders seit dem 1. Weltkrieg eine weite Verbreitung erhalten.
1925 erst hing erstmals ein Adventskranz in einer katholischen Kirche in Köln, 1930 auch in München. Inzwischen ist der Brauch weltweit verbreitet. In der katholischen Kirche werden die häuslichen Adventkränze auch in der Kirche geweiht

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht das Christkind vor der Tür. In vielen Ländern der Welt beginnt die Adventszeit mit dem vierten Sonntag vor Weihnachten, dem Beginn des Kirchenjahres. Als Zeichen für das näherkommende Ereignis hat sich fast überall der Adventskranz etabliert, wobei er bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts noch 24 Kerzen hatte und aus Holz gefertigt war.

Nach dem ersten Weltkrieg wurde die Anzahl der Kerzen von der Kirche auf vier reduziert und der Kranz fortan aus Tannenzweigen hergestellt. Neben dem ursprünglichen Brauch, die Lichter als Symbole der Hoffnung und zur Abwehr des Bösen anzuzünden kommt jeder einzelnen Kerze heute noch eine ganz spezielle Bedeutung zu:

  1. Die Kerze der Prophezeiung - Symbol für Ankunft Christi
  2. Die Kerze des Friedens - Symbol für Geburt Jesu
  3. Die Kerze der Freude - Symbol für Herzlichkeit
  4. Die Kerze der Liebe - Symbol für Liebe Gottes und seinen einzigen Sohn

Der erste Adventskalender wurde 1904 von der Münchner Lithographischen Kunstanstalt gedruckt. Der Besitzer der Anstalt, Gerhard Lang, gilt als der Erfinder dieses adventlichen Brauchs. Aber in Wirklichkeit stammte die Idee von seiner Mutter, die Klein-Gerhard die Wartezeit bis Weihnachten mit kleinen Geschenken verkürzte. Der Einfall erfreute sich bald großer Beliebtheit. Sogar Heinrich Zille hat Motive für Adventskalender gemalt. Kalender mit Schokofüllung gibt es seit den sechziger Jahren. Und die Städte Forchheim und Roßkempten streiten sich um die Ehre, den größten Adventskalender Deutschlands zu haben.