Deutschland - Freizeit
Oberlausitz / Sachsen
Zittauer Gebirge

Die Oberlausitz wird geologisch durch das Lausitzer Granitmassiv
bestimmt. Im Süden erreicht es im Zittauer
oder
auch Lausitzer Gebirge genannt,
in der
Lausche 793 m seinen höchsten Punkt.
Das Lausitzer
Gebirge ist Teil der Sudeten, welche sich über ein Gebiet von
Deutschland, Tschechien und Polen erstreckt. Die Sudeten gliedern sich in
mehrere Teilgebiete und ziehen sich in Norwest-Südost-Richtung vom Elbtal über
das Zittauer Gebirge zur
mährischen Pforte. Die Lausche (793 m) und der Hochwald (750 m) sind die höchsten
Berge im Zittauer Gebirge. Diese sind wie der Großteil des Gebirges vulkanischen
Ursprungs.
Im
südöstlichen Zipfel Sachsens, am Dreiländereck zu Tschechien und Polen, lädt
also eine abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft zu unbeschwerter Erholung ein.
Granitene Bergrücken, vulkanische Kuppen, markante Sandsteinberge und malerische
Täler verleihen dieser Landschaft ein unverwechselbares Antlitz. Ein besonderes
Kleinod ist das Zittauer Gebirge. Fabelhafte Sandsteinfelsen und eine urwüchsige
Natur sind der besondere Reiz des kleinsten deutschen Mittelgebirges.
Das gesamte Zittauer Gebirge ist Landschaftsschutzgebiet.
Zahlreiche einzelne Felsgebilde, darunter auch Kletterfelsen, stehen als
Naturdenkmale unter besonderem Schutz (Kelchstein, Große und Kleine Orgel,
Nonnenfelsen u.a.). Südlich von Jonsdorf befindet sich das Naturschutzgebiet
"Jonsdorfer Felsenstadt", das bis zur Staatsgrenze reicht.

Als gegeneinander abgegrenzte Klettergebiete gelten im Zittauer
Gebirge das obere Weißbachtal (nordöstlich von Lückendorf), der Oybiner Kessel
mit seiner Umrandung und das Jonsdorfer Gebiet. Von den insgesamt 88
Klettergipfeln erreichen nur wenige eine Höhe von 30 m. Im Gesamtlandschaftsbild
des Zittauer Gebirges spielen die Kletterfelsen nur eine untergeordnete Rolle,
auch wenn einige eindrucksvolle Felsgruppen wie die Rosensteine, die Zwillinge
am Berg Oybin und die Nonnenfelsen herausragen. Man kann hier nämlich auch sehr
gut wandern.
Die Dörfer der Oberlausitz zeichen sich durch die Ursprünglichkeit
ihrer Umgebindehäuser aus, einer Volksbauweise aus dem 17. bis 19. Jahrhundert.
In deren einzigartiger Gestalt widerspiegeln sich der Fleiß und die Heimatliebe
der Oberlausitzer, eines bodenständigen und gastfreundlichen Menschenschlages.
Die Landschaft ist reich an kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten,
Museen/Burgen, traditionellem Handwerk und bietet vielfältige Möglichkeiten zur
Gestaltung erlebnisreicher Ferientage. Zahlreiche touristische Grenzübergänge
ermöglichen interessante Ausflüge zu böhmischen Burgen und Schlössern, ins
Riesengebirge und nach Prag (100 km).
Besonders
bekannt, auch als Urlaubsort, sind z.B. die Orte Oybin,
Jonsdorf, Waltersdorf.
Oybin
Hier
kann man z.B. Burg- und Klosteranlage Oybin,
die romantischen Ruinen von Burg, Kaiserhaus und
Cölestinerkloster, gestiftet durch Kaiser Karl IV. im 14. Jahrhundert, entdecken. Besonders
sehenswert sind auch der einmalige Bergfriedhof und der Bergringweg mit seinen tollen
Aussichten.
Am Fuße des Berg Oybin findet man beim Aufstieg rechts eine kleine
Bergkirche, auch "Hochzeitskirche" genannt. Diese ist im Stil des Spätbarock
errichtet, besteht seit 1734 in ihrer heutigen Form und trägt im Inneren sehr
schöne Malereien.
Jonsdorf
Die alten Mühlsteinbrüche in Jonsdorf, die 350 Jahre lang viele
Länder mit Mühlsteinen versorgten, sind als Naturdenkmal geschützt. Sie gelten
als beliebtes Klettergebiet.
In Jonsdorf gibt es auch eine bekannte
Waldbühne.Die Felsen des Zittauer Gebirges, hohe Nadelbäume und der Geruch
nach feuchtem Waldboden bilden ein wundervolles Ambiente für die beliebten
Aufführungen des Zittauer Gerhart-Hauptmann-Theaters, z.B. Indianerklassiker.
Aber auch Konzerte, Folkloreabende und
andere Veranstaltungen finden in dieser wundervollen Kulisse statt.
Waltersdorf
In der ältesten Mühle des Ortes befindet sich das Volkskunde- und
Mühlenmuseum. Die Mühle diente als Sägewerk und Getreidemühle mit Bäckerei. Das
Museum zeigt die Geschichte des Mühlenbetriebes
Das Zittauer
Gebirge ist in allen Teilen reich bewaldet, ist es gekennzeichnet durch
steilwandige, zerklüftete Sandsteinfelsen und formschöne Phonolitkegel.