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Deutschland - Freizeit
Hier ein paar Beispiele: Calw Die alte Tuchmacher-, Holz- und Salzhandelsstadt liegt im mittleren Nagoldtal. An die Zeit, als Calw eine der reichsten Städte Württembergs war, erinnern die vielen schön herausgeputzten Fachwerkhäuser im alten Stadtkern. Besonders malerisch präsentiert sich der Marktplatz, auf dem das Rathaus und das Geburtshaus des Schriftstellers Hermann Hesse stehen. Jenseits der Nagold lädt das Stadtmuseum, das in einem repräsentativen Rokokopalais untergebracht ist, zum Besuch ein. 3 km nördlich der Stadt liegt das Kloster Hirsau, eine der imposantesten Bauschöpfungen des 11. Jahrhunderts. Der berühmte Abt Wilhelm machte Hirsau zum geistigen Zentrum der kluniazensischen Reformbewegung in Deutschland. Die beeindruckenden Überreste des von den Franzosen teilweise zerstörten Klosters betrachtet man am besten vom Geviert des im westlichen gotischen Kreuzganges gelegenen Eulenturms. Hermann Hesse (1877-1962)Der Sohn eines deutsch-baltischen Missionars wurde in Calw geboren und besuchte die Lateinschule in Göppingen. 1891 legte er das „Landexamen" ab. Mit der vorgezeichneten theologischen Laufbahn brach er ein Jahr später ab. Diese Periode schwerer seelischer Konflikte endete mit einem Nervenzusammenbruch. 1892-1893 besuchte er das Gymnasium in Bad Cannstatt. Danach macht er die Mechaniklehre in der Turmuhrenfabrik in Calw und die Buchhändlerlehre in Tübingen. Eine Zeitlang arbeitet er als Buchhändler und Antiquar in Basel. Mehrere Reisen durch die Schweiz und mehrere Italienreise erweitern seine kulturellen Horizonte. Aus dieser Zeit stammen die ersten literarischen Versuche, Gedichte und Erzählungen. Ab 1904 lebte er als freier Schriftsteller und Mitarbeiter an verschiedenen Zeitungen und 1912 zog er nach Montagnola in die Schweiz. Hermann Hesse erhielt 1946 den Literatur-Nobelpreis. Dem bedeutendsten Sohn der Stadt Calw ist ein Museum gewidmet, das sich am Nordende des Marktplatzes befindet. Die Ausstellung über den im Ausland meistgelesenen deutschen Autor zeigt neben literarischen Dokumenten und zahlreichen Übersetzungen farbenprächtige Aquarelle sowie Rucksack und Klappstühlchen, die den Wahlschweizer auf seinen Malausflügen im Tessin begleiteten. Baden-Baden Am Rande des Schwarzwaldes unweit der französischen Grenze
gelegen ist die Stadt nicht nur ein internationaler Kur- und Badeort, sondern
wurde mit der Gründung der Spielbank im Jahr 1838 und der seit 1858
veranstalteten Pferderennen von Iffezheim zu einem Treffpunkt der eleganten
Welt. Von der Natur verwöhnt, von den Römern als Ort der Ruhe und Entspannung entdeckt
("Aquae") und über die Jahrhunderte ein gefragtes Kleinod. Die kleine Weltstadt
im Schwarzwald verbindet ihre große Tradition mit einem modernen, aktuellen
Angebot, sie verbindet Gesundheit, Erholung und Entspannung für Körper, Geist
und Seele mit einer ausgesprochen kommunikativen Atmosphäre, sie pflegt die
Geschenke der Natur und sie schafft kulturelle und gesellschaftliche Ereignisse
von hohem Rang.
Rastatt Etwa 10 km nördlich von Baden-Baden und
nur etwa 5 km von der Grenze zu
Frankreich entfernt liegt die
eindrucksvolle Barockstadt Rastatt, die vor allem durch ihr monumentales
Offenburg Schloss besticht. Auf den ersten Blick scheint das etwas
abseits, doch sieht man genauer hin, erkennt man die durchaus vorteilhafte Lage:
Nahe an einer der wichtigsten Nord-Süd-Verkehrsachsen Deutschlands, zwischen dem
geschäftigen Karlsruhe und dem eleganten Baden-Baden und zudem inmitten schöner
Natur bietet Rastatt von allem etwas. Mit ihrem vielfältigen Kulturangebot hat sich unsere Stadt einen ausgezeichneten Ruf weit über die Region hinaus geschaffen. Hier findet alle zwei Jahre das größte internationale Straßentheaterfestival in Deutschland "tête-à-tête" statt. Die BadnerHalle präsentiert Künstler von internationalem Rang. Hier bieten sich auch beste Voraussetzungen für Seminare, Tagungen und Kongresse. Die städtische Galerie Fruchthalle pflegt eine bedeutende Sammlung "Kunst in Baden nach 1945". In der Residenz ist die "Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in Deutschland" beheimatet. Das Naturschutzgebiet
Rastatt Ddie
eindrucksvolle Barockstadt Rastatt, besticht vor allem durch ihr monumentales
Offenburg Schloss.
Die Hauptstadt der Ortenau wird gern als »Tor zum Mittleren Schwarzwald« bezeichnet. Am Marktplatz bzw. an der Hauptstraße sind das barocke Rathaus und der Königshof beachtenswert, nach Osten öffnet sich der malerische Fischmarkt mit der Hirschapotheke aus dem Jahr 1698 und dem Löwenbrunnen. In der Glaserstraße trifft man auf eine Mikwe, ein seit dem 14. Jahrhundert bestehendes rituelles Tauchbad der Juden. Im Süden der Altstadt lohnt das regionalhistorisch orientierte Museum im Ritterhaus einen Besuch, ebenso das im 17. Jahrhundert erbaute Kapuzinerkloster mit seinem wunderschönen Kreuzgang.
Mit unverwechselbarer Schönheit fasziniert das Schwenninger Moos. In Tümpeln, Schilfbeständen und unberührtem Bruchwald beherbergt es seltene Tier- und Pflanzenarten. Hier verbirgt sich auch der Neckarursprung. Villingen-Schwenningen liegt im Kerngebiet der europäischen Wasserscheide zwischen Nordsee und Schwarzem Meer zwischen Rhein und Donau. Die Brigach, die das Villinger Stadtgebiet durchzieht, fließt mit der Breg zusammen und bringt so die Donau zuwege. Die am Neckarursprung gelegene Doppelstadt entstand 1972 durch den Zusammenschluss der ehemaligen Freien Reichstadt Villingen und der württembergischen Stadt Schwenningen. Sehr gut erhalten ist der von Mauern und Türmen umgebene Stadtkern von Villingen mit seinem typisch zähringischen Straßenkreuz und dem Münster Unserer lieben Frau. Das Franziskanermuseum zeigt neben bemerkenswerten Funden aus der Hallstadtzeit eine Schwarzwaldsammlung mit Glasmacher- und Uhrmachererzeugnissen. Mittelpunkt der Industriestadt Schwenningen ist der Muslenplatz. Der Turm der Stadtkirche sowie das Pfarrgebäude und das Lehrerhaus, zwei im 18. Jahrhundert errichtete Fachwerkbauten, bilden ein hübsches Ensemble. Auf dem Flugplatz am östlichen Stadtrand sind über zwei Dutzend imposante Flugzeug-Oldtimer zu bestaunen, darunter auch eine russische »Antonow 2«, der größte Doppeldecker der Welt.
Das kulturelle Zentrum des Breisgaus ist die südlichste Großstadt Deutschlands. Imposanter Blickfang ist das aus rotem Sandstein erbaute Münster, ein Meisterwerk gotischer Baukunst. Im Inneren befinden sich zahlreiche Kunstwerke, wie Glasgemälde aus dem 16. Jahrhundert, ein berühmtes Hochaltarbild von Hans Baldung Grien und ein Altarbild von Hans Holbein dem Jüngeren. Den Platz vor dem Münster säumen mehrere schöne alte Gebäude, allen voran das 1532 vollendete rote Kaufhaus mit Laubengang und Staffelgiebeln. Vom Münsterplatz führt die Herrenstraße südwärts zur Zinnenfigurklause im Schwabentor, einem alten Wehrturm aus dem 13. Jahrhundert. Nur wenige Schritte davon entfernt befindet sich das Augustinermuseum mit seiner hervorragenden Sammlung oberrheinischer Kunstwerke. Das Leben der Stadt wird stark durch die Albert-Ludwig-Universität mit ihren derzeit etwa 24 000 Studenten bestimmt.
Einen wunderschönen Blick auf Freiburg hat man vom Schlossberg, der vom Zentrum aus zu Fuß in 15 Minuten erreicht ist. Ein Besuch lohnt der Kaiserstuhl, ein kleines Gebirge vulkanischen Ursprungs, das sich nordwestlich von Freiburg aus der Rheinebene erhebt. Aus dieser klimatisch begünstigten Gegend kommen viele berühmte Weine, z. B. Achkarren, Bickensohl oder Ihringen.
Sie liegt direkt an der deutsch-französischen Grenze, was ihr einen leicht internationalen Flair gibt. Schon 1139 hatte sie ihr eigenes Wappen und gegen 1300 wurde eine Festungsmauer gebaut. Es handelt sich also durchaus um eine mittelalterliche Stadt, was man auf dem Münsterberg auch sehr schön sehen kann, denn dort sind viele alte Gebäude erhalten. Selbst in vorgeschichtlicher Zeit sollen bereits Menschen auf dem Breisacher Berg gesiedlet haben. Der Ausblick vom Münsterberg aus ist phantastisch. Man kann über die Ebene bis zum Schwarzwald und zu den Vogesen sehen und manchmal sieht man sogar die Alpen. Das Münster selbst wurde um 1200 erbaut und hat irgendwie Klasse und ist berühmt für seine Innenmalereien und seinen Altar. Es ist schon von weither ganz oben auf dem Berg zu sehen. Unter dem Berg ringelt sich der Rhein mit seinen Nebenflüssen, Booten und Schiffen. Da die ganze Region die sonnenreichste von ganz Deutschland ist, kann man oft auf gutes Wetter hoffen. Hier gedeiht auch der Wein recht gut, schließlich liegt Breisach am Fuße des Kaiserstuhls. Auf einem steilen Felsenkamm am Rheinufer erhebt sich das Münster St. Stephan als kreuzförmige Basilika mit markanten Türmen. Zur erlesenen Innenausstattung der im Kern spätromanischen und um 1300 gotisch erneuerten Kirche gehört der großartige dreiflügelige Hochaltar, der den Chor vom Hauptschiff trennende Lettner und das monumentale Wandbild »Jüngstes Gericht« von Martin Schongauer.
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